Was lange währt wird endlich zur Tasche

.. allerdings hat meine Schwester doch ein wenig mehr Geduld aufbringen müssen, bis sie ihre neue Arbeitstasche endlich bekam. Die Ausbildung bei der Feuerwehr hat doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit gefordert, als ich geplant hatte und dann ist da ja auch noch mein immer trödelnder Chaoskopf, der immer viel zu viel gleichzeitig macht. Aaaber: Getreu der Überschrift ist die gewünschte Tasche dann doch tatsächlich noch fertig geworden, wird „geliebt“ und ist bereits einige Tage im Einsatz. Da sich der Karbiner am Schlüsselband schon verabschiedet hat, muss ich übrigens an der Technik ihn zu befestigen noch ein wenig tüfteln.. naja shit happens. Mal mehr, mal weniger.
Zurück zu Tasche:
Gewünscht war eine Tasche aus schwarzem Kunstleder, bei der die Gestaltung mir überlassen blieb. Langweilig sollte sie dabei natürlich nicht sein, schon ein paar Details haben, mein Logo sollte drauf und – als wenn das alles nicht schon genug Raum für Kreativität bzw. zum Rumtüfteln ließe – sie brauchte gefühlte 30 Innentaschen/Fächer. Angefangen mit einer für eine Flasche, damit die nicht umkippen kann, über ein geeignetes Fach für ihre Visitenkarten, Stauraum für Kalender, die Mappe mit den Klientendaten, Laschen für Stifte, bis hin zu einem Täschchen für Handy und Portemonnaie. Dazu ein Band zum Umhängen, damit beim Rollstuhlschieben die Hände frei sind und ganz wichtig: ein Band, um den Büroschlüssel in der Tasche direkt zu finden. Okay.. wow.. Das ergibt ungefähr eine Million Möglichkeiten, was die Gestaltung, ein mögliches Schnittmuster und die Materialwahl betrifft. Treffen diese dann noch auf meinen Chaoskopf potenziert sich das Ganze ins Unermessliche. Dementsprechend (und weil ich so viel getrödelt habe) lange hat der Prozess vom Auftrag bis zum ersten Einsatz der Tasche gedauert.
Zufällig habe ich irgendwann mal ein Schnittmuster von Keko-Kreativ gekauft, bin aber – was auch sonst – bisher nicht dazu gekommen es wirklich mal zu testen.
Mit Schnittmustern ist das ja wie mit Stoffen – man kann nie genug haben. Jaaa okay, ehrlich gesagt, habe ich es mal wieder gekauft, ohne zu wissen, ob ich das jemals brauchen kann 😀 ..Ich glaube ich bin soetwas wie ein Schnittmuster-Messie. Egal, es gibt schlimmeres. Aber zurück zum Thema:

Gewoden ist es also eine „Citybag“ aus schwarzem Kunstleder. Außen recht schlicht gehalten, aber trotzdem mit ein paar winzigen Details aus Korkstoff. Im Detail bedeutet das einen Stern, den ich erstmal aus einem Schnittteil ausgeschnitten habe, um dann ein Stück Korstoff dahinter zu setzen. Das gefiel mit irgendwie besser, als ihn schlicht auf das Kunstleder zu applizieren. An einigen Eckpunkten habe ich übrigens – zum Glück nur punktuell – mit Textilkleber gearbeitet, damit sich das Kunstleder und der Korkstoff nicht gegeneinander verschieben können. Tolle Idee, funktioniert aber nur so semigut.. An den Punkten, wo ich den Kleber genutzt habe, wurde das Kunstleder ganz merkwürdig weich. So als wolle es sich auflösen.. Wieder was gelernt: Nicht nochmal.
Ich habe den Stern aber eh nochmal abgesteppt, mit zwei verschiedenen Sticharten. Ich mag so kleine Details einfach gern. 🙂
Die Aufhängelaschen für die Handgriffe habe ich ebenfalls aus dem Korkstoff gerabeitet, die Griffe an sich aus dem selben Kunstleder, wie auch die Tasche.
Ich hoffe sie halten die Last ebenso wie die Seitenaufhänger für den Brustgurt.

Die andere Seite der Tasche beherbergt noch eine aufgesetzte Tasche mit Klappe, in die ich noch einen Reißverschluss eingearbeitet habe und die mit einem Verschluss verschlossen werden kann. Den habe ich auch mal irgendwann mitbestellt. Könnte man ja schließlich evtl mal gebrauchen *räusper*

Dort konnte ich dann auch in Form eines kleinen Anhängers mein „Logo“ unterbringen.
Die Innenaufteilung ist auf den Alltag meiner Schwester angepasst. Wir haben vorher darüber gesprochen, welche Aufteilung für sie sinnvoll bzw. hilfreich sein könnte.
Das Verstärken irgendwelcher Schnittteile habe ich mir übrigens gespart, obwohl ich innen „nur“ einen Baumwollstoff genommen habe. Durch das Kunstleder ist sie genau im richtigen Maße fest sowie weich. Lediglich der Boden ist dreilagig: Kunstleder, Baumwollstoff und Snappap. Gehalten werden alle drei Schichten durch die Bodennägel.

Innen ist die Tasche zweigeteilt. Eine Seite ist ohne weitere Einteilung. So kann sie dort problemlos Eine Mappe und ihren Kalender unterbringen. Die zweite Seite besteht aus einem Fach mit Gummizug für eine Getränkeflasche, Laschen für Stifte, einem Fach mit Druckknopf, einem mit Reißverschluss und ganz wichtig: dem Schlüsselband.
Verschlossen wird die Tasche mit einem Reißverschluss. Damit ihr abschließend auch einen Eindruck von der Größe der Tasche habt, habe ich meinen besten Freund mal gebeten den Maßstab zu spielen. 😉


Schnittmuster: „Citybag“ von Keko-Kreativ.

Ach übrigens: Mehl hilft bei Transportschwierigkeiten wunderbar. Teflonfüße werden da völlig überbewertet 😀 (Ganz besonders, weil ich gar keinen habe)
Ihr glaubt mir nicht? Seht selbst:
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