Von der Idee, über neue Materialien nach New York – Reiseetui

Momentan absolviere ich die Grundausbildung bei der Feuerwehr und der letzte Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger war wirklich anstrengend. Aus diesem Grund kam das Bloggen ein wenig zu kurz. Das Nähen und meine Neugier auf neue Materialien, Techniken und Möglichkeiten allerdings nicht. Deswegen zeige ich euch heute nochmal etwas Neues, bevor hier endgültig alles virtuellen Staub ansetzt. 🙂
Ich hatte schon länger im Kopf mal etwas mit Korkstoff zu machen, allerdings wusste ich nie so genau was, bestellt habe ich ihn selbstverständlich trotzdem.. man weiß ja nie.. und hey – Stoffe kann man ja nie genug haben, oder?
Irgendwann habe ich dann abends zufällig bei Pinterest ein Reiseetui entdeckt, für das – meiner Meinung nach – der Stoff optimal wäre. Das Problem? Tja, ich verreise eigentlich nur in den Skiurlaub und da brauche ich weder Pass noch Kreditkarte noch Ticket… Zufall Nummer 2 ( oder war es Nähkarma?!) war dann, dass mir eine liebe Bekannte erzählt hat, dass sie nach New York fliegen wird. Ich hatte also das neue Material, welches ich gern testen wollte, eine praktische Idee und jemanden, der das fertige Reiseetuit in der Praxis testen könnte. Jetzt musste ich das nur ihr noch verklickern. 😀
Nachdem ich ihr erklärt hatte, was ich vorhabe, einigen kreativen Ideen ihrerseits (auch wenn sie selbst nicht näht hat sie oft echt gute Anregungen muss ich zugeben) und ein wenig Anpassung an ihre Reiseunterlagen, konnte ich dann das neue Material testen.
Schon der Zuschnitt war total einfach.
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Nichts muss versäubert werden, es lässt sich mit der Schwere oder auch mit dem Rollschneider problemlos zuschneiden.. genial..
Ich finde der Korkstoff fühl sich toll an, weich, glatt und warm. Kombiniert habe ich diesen dann mit SnapPap. Einfach der Standfestigkeit wegen. Die Reisedokumente sollten ja nicht nur sicher verwahrt sondern direkt auch ein Stück weit geschützt sein.
Praktisch bei dem Material ist, dass nichts ausfransen kann und man sich so einen ganzen Arbeitsschritt sparen kann. Nachteilig ist allerdings, dass ich auf Stecknadeln verzichten musste. Ich hatte ein wenig Sorge, dass mir die Teile beim vernähen gegenseitig verrutschen. Ganz besonders an den Stellen, wo einige Schichten übereinander liegen. War letztendlich überraschenderweise aber kein Problem.

Ausgestattet haben wir das Etui dann mit vier Fächern für Versichterten- oder Kreditkarte, zwei Passfächern, zwei Fächern für Dokumente im A5 Format, einem Reißverschlussfach für Geld oder ähnliches und einer Lasche zum Einschieben des Tickets. Verschlossen wird das Ganze mit einem Anorakdruckknopf, den ich ebenfalls hier zum ersten Mal eingesetzt habe. Optisch bedeutend schöner, als die bunten Plastik Druckknöpfe und auch viel schöner anzubringen. Da ich dann eh schon einmal dabei war neue Dinge zu testen, wollte ich die Ecken dann auch mit diesen Ecken-Schutz-Dingern versehen.. dazu habe ich mich erstmal einen ganzen Abend dumm und dämlich gesucht, weil ich keine Ahnung hatte, wie die Teile eigentlich heißen. Ich kann euch nicht mehr sagen, wie sie letztendlich wirklich heißen, aber wie ihr seht bin ich fündig geworden und finde die wirklich toll. Schaut nicht nur gut aus, schützt auch hoffentlich die Ecken ein wenig.

Zusammengeklappt schaut das Etui recht schlicht aus und wird mit einer Lasche verschlossen. Es wäre schlauer gewesen, die Verschlusslasche nicht zwischenzufassen, so wie ich es hier gemacht habe, sondern das Außenteil inkl. Lasche in einem Stück zuzuschneiden, aber auf die Idee kamen wir leider erst, als das Teil fertig war. 😀 Hinterher ist man ja meistens schlauer, gell?!

Was mir übrigens auch sehr gut gefällt ist, dass man den Korkstoff problem beplotten konnte. So konnte ich die Mappe noch ein wenig persönlicher gestalten. Bitte entschuldigt, dass ich den Plott verwischt habe, aber ich möchte an dieser Stelle natürlich keine Urheberrechte verletzen.
Vervollständigt wurde das Set dann noch mit einem kleinen Portemonnaie für die Hosentasche und einem kleinen Ordnungshelfer für Kopfhörer.
Ich bin total begeistert von dem Material und vor allem von dem fertigen Ergebnis. Ganz besonders gefreut hat mich dabei, dass es so praktisch eingesetzt wurde und der neuen Besitzerin gefällt!
Vielen Dank an dieser Stelle also fürs Testen und Nutzen!

Das Schnittmuster ist übrigens angelehnt an das Reiseetui von Pattydoo. Allerdings um ein Fach erweitert und mit angepassten Maßen an die Unterlagen der neuen Besitzerin. 🙂

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