Happy Birthday, Lilly.

Heute melde ich mal mit einer traumhaft pinken Jacke für die kleine Lilly. Ein Jahr wird die kleine Dame in einigen Wochen alt. Wahnsinn. Es ist tatsächlich schon ein Jahr her, seit ich ihr eine Jacke zur Geburt genäht habe. Jetzt, ein Jahr später ist eine Softshelljacke für den kommenden Sommer und natürlich auch den Herbst eine tolles Geschenk oder? Dazu dann noch in leuchtendem Pink – was ein herrlicher Auftrag! Ich wusste auch gleich welches Schnittmuster ich dazu nehmen möchte, allerdings bin ich jetzt so im Nachhinein ein bisschen unsicher, ob die Jacke nicht zu groß ist – naja schön ist sie auf jeden Fall und ich hoffe die Kleine wird sich über ihre neue Jacke freuen. Nicht, dass eine Einjährige schon großes Interesse daran hätte, was man ihr anzieht, aber hey.. positiv denken! 😀
Also.. der Auftrag war, eine pinke Übergangsjacke, kombiniert mit grau in Größe 86 zu nähen. Der Stoff, in meinem Fall Softshell, sollte Unifarben sein, dafür aber ruhig ein bissle Tüddelkram. Alles andere blieb mir überlassen. Und da wurde es schon ein bissle knifflig. Ich wollte den Softshell und seine Membran so wenig wie möglich perforieren, trotzdem aber eine süße Mädchenjacke nähen. Das Ergebnis finde ich toll, aber schaut selbst:

Verwendet habe ich, wie gesagt, Softshell. Ich muss ernsthaft sagen, dass dieser der mit Abstand Schönste ist, den ich bisher verarbeitet habe. Ganz weich, nicht so starr wie der Softshell früher war, die Farbe leuchtet und die Fleece Innenseite ist unbeschreiblich angenehm weich. Vernähen lies er sich genauso gut. 🙂
Zu Grunde liegt hier das Schnittmuster „Philippa“ von Farbenmix in der Kleinsten Größe. Ich befürchte die Jacke fällt reichlich aus, mit Sicherheit sagen kann ich das aber natürlich erst, wenn sie Kleine die Jacke anprobiert hat. Zeitgleich mit dem Softshell habe ich auch die putzigen Schmetterlinge bestellt. Selbstverständlich ohne zu bedenken, dass man auf Softshell nur bedingt aufbügeln kann. Ohne es getestet zu haben, habe ich mich also direkt entschieden, die Applikationen auf ein Stück Bündchen aufzubügeln und dieses dann auf die Jacke zu applizieren. Da Bündchen nicht, oder nur unwesentlich, ausfranst habe ich dazu einen einfachen Geradstich genommen. Auch, um den Softshell nicht unnötig zu perforieren. Insgesamt ist die Jacke dadurch mädchenhaft, aber nicht überladen, wie ich finde.

In die Nähte des Rückenteils, sowie in der Kapuze habe ich eine Reflektorpaspel eingearbeitet. Zum Einen weil mir das gefällt, zum Anderen aber auch, um die Sichtbarkeit der Kleinen zu erhöhen, wenn sie beginnt zu Laufen. Zusätzlich ist die Kapuze mit einem Riegel ausgestattet, mit dem sich die Kapuze verstellen lässt. Dazu habe ich statt Klettband farblich passende Jerseydruckknöpfe verwendet. Auf Kordeln habe ich sowohl an der Kapuze, als auch am Saum unten aus Sicherheitsgründen wie immer bei meiner Kinderkleidung verzichtet.

Die Vorderseite der Jacke – hab ich erwähnt, wie toll ich das Pink finde? – habe ich recht schlicht gehalten. Auf winzig kleine Eingriffstaschen (die sind so irre niedlich!) und eine weitere Schmetterlingsapplikation konnte ich aber nicht verzichten. Geschlossen wird die Jacke, wie euch bereits aufgefallen sein dürfte mit einem Reißverschluss, inkl. Kinnschutz. Es gibt kaum was nervigeres bei Jacken, als ein Reißverschluss der am Hals bzw. Kinn kratzt und piekst und überhaupt einfach stört. Die fast fertige Jacke schien mir recht kurz, deswegen habe ich auf das Säumen der Unterkante verzichtet und die mit Schrägband eingefasst. Ich mag den Kontrast echt gern.

Ganz mutig (naja eigentlich bleibt einem ja nichts anderes Übrig, wenn man mit Beleg arbeitet 😀 ) habe ich mich dieses Mal auch getraut die Jacke vollständig mit grauem Kontrastgarn abzusteppen und bin dabei „tausend Tode gestorben“. Ich hasse diesen Moment, vor allem, wenn mir ein Kleidungsstück wirklich gefällt. Viel zu oft werden die Nähte nicht so akkurat, wie ich sie gerne hätte und ich finde das verschandelt das ganze Teil. Dieses Mal klappte das Absteppen aber reibunglos und ich finde die Nähte können sich – innen, wie außen – echt sehen lassen.

Alle Nähte habe ich mit der Overlock versäubert und auch teilweise zusammengenäht. Die Naht im Nacken habe ich mit dem gleichen Schrägband verdeckt, die ich auch zum Einfassen des Saums verwendet habe. Wie ihr auf dem zweitletzten Bild ansatzweise sehen könnt, habe ich die gesamte Jacke mit einem Beleg versehen, damit sie auch offen getragen werden kann.
In dieser Jacke steckt sehr viel Arbeit, ne Menge Geduld und Liebe zum (ordentlichen) Detail, genau das macht sie für mich so schön.
Ich hoffe, sie wird Dir gefallen, Lilly.

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