Wie man es NICHT macht :)

Ich wünsche euch erstmal einen schönen, kreativen Start ins neue Jahr!

Ich persönlich bin genauso ins neue Jahr gestartet, wie ich das alte verlassen habe: chaotisch. 😀 Deswegen melde ich mich heute nicht mit einem neuen und fertigen Kleidungsstück, sondern mit einem Tutorial wie man es nicht macht.. oder aber wie man ein bisschen Sternenlicht-Chaos in sein Leben bringt.
Mein Schwesterchen hat sich gewünscht, dass ich ihr ein Sweatshirt nähe und auf den Rücken einen großen Smilie mit Strass anbringe. Gut krieg ich hin.. irgendwie.. Ich habe vor kurzem erste Versuche mit Strass gemacht, dazu habe ich ganz vereinzelt mit einem Strasskolben einzelne Steine angebracht. Klappte super und sieht auch recht hübsch aus. Weiter ging es mit einem (einer?) Beani mit Stern drauf. Ebenfalls aus Strass. Dazu habe ich jeden Stein einzeln angebracht. Dauerte etwas, sah aber klasse aus. Der Smilie sollte/soll aber recht groß werden und da dafür einige hundert Steine angebracht werden müssen, dachte ich mir, dass ich es mir ja auch einfach machen und mit meinem Plotter eine Strassschablone anfertigen und alle Steine auf einmal aufbügeln könnte. Tjaha ich bin schon ein cleveres Kerlchen oder? Dachte ich jedenfalls… Im Internet habe ich mir dann so etwas wie ein Strassschablonen Set bestehend aus Transferfolie, Schablonenfolie und Pappe, original von Silhouette bestellt. Gleichzeitig natürlich Steine bestellt – bin ja clever.. Die Lieferzeit wollte ich dann dazu nutzen, mir noch schnell eine Strassvorlage runterzuladen. Und genau hier beginnt mein typisches, eigentlich ist es sogar schon ein charakteristisches, Chaos. Solch eine Vorlage gibt es im Internet nämlich nicht. Smilies schon, aber nicht so, wie meine Schwester ihn gerne haben möchte. Gut, erstelle ich mir eben selbst eine, kann ja nicht so schwer sein. Mit der Silhouette Desin Edition wäre das auch alles kein Problem und die Schablone schnell erstellt gewesen, aber – Überraschung! – die habe ich natürlich nicht. Die Leute mit Plotter, die wissen wie´s richtig geht werden jetzt die Hände entsetzt über dem Kopf zusammen schlagen, aber ich habe mich dann hingesetzt und in mühseliger, langwieriger Kleinarbeit mit der Basic Edition des Programms eine Vorlage erstellt. Kreis für Kreis. Im Klartext bedeutet das folgendes: ich habe Kreise gezeichnet, diese kopiert, formiert und gruppiert, bis ich einen zuvor gezeichneten größeren Kreis damit ausfüllen konnte. Natürlich war ich so klug die Kreise ein wenig größer zu machen, als die Strasssteine sind, damit sie nachher dann auch in die Schablone passen. Mund und Augen des Smilies habe ich anschließend von jedem einzelnen Kreis befreit, um sie im fertigen Motiv dann aussparen zu können. Dafür habe ich eine Menge Zeit gebraucht, hatte aber letztendlich ein schönes Ergebnis. Noch abgespeichert und auf die Post gewartet. Und so sah das Ergebnis am Ende dann aus:
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Bis zu diesem Zeitpunkt war ich der festen Überzeugung, dass damit die fummeligste Arbeit getan und das fertige Strassmotiv so schnell übertragen sein würde. W-A-R, muss ich hier betonen. 😀 Als dann endlich das Strassset ankam, habe ich die entsprechenden Schneideeinstellungen angepasst und den Plotter plotten lassen. Während er munter vor sich hin geplottet hat (ich hatte die Geschwindigkeit reduziert), habe ich einen Ball für eine neue kleine Erdenbürgerin genäht. Mich übrigens immer noch feiernd, weil ich die ganzen Problemchen so clever gelöst habe. Auch beim nähen kommt Hochmut vor dem Fall, soviel sollte ich noch feststellen 😀
Nach einigen Minuten – es hat wirklich recht lang gedauert – konnte ich die Schneidmatte aus dem Plotter nehmen und die Schablonenfolie abziehen.. Und tataaa: Chaos. Die Schnitteinstellungen müssen falsch gewesen sein, die Dicke zu hoch eingestellt, das Messer zu weit raus oder sowas und vielleicht – Gebrauchsanleitungen sind etwas für organisierte Menschen mit Geduld 😉 – hab ich auch nicht so ganz verstanden, wie man die Folie benutzt.
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Ich glaube ich habe so ziemlich alles falsch gemacht, was irgendwie ging. Mein Plotter hat nicht nur die schwarze Schablonenfolie geschnitten, sondern auch die weiße Schutzfolie. Das bedeutet, dass jetzt meine gesamte Schneidmatte mit einem weißen Smilie vollgeklebt ist. Macht nichts, ich hätte sie eh mal reinigen müssen. (Genau, man kann sich alles irgendwie schön reden!) Das allerdings wird jetzt deutlich schwerer. Das Nächste, was ich feststellen musste war, dass die schwarzen Punkte, die aus der Schablonenfolie ausgeschnitten wurden wirklich, wirklich gut kleben. Überall. Diese Tatsache wollte ich dann nutzen, um die restlichen Punkte zu entgittern. Dazu habe ich die Schablonenfolie auf meine Nähschneidmatte geklebt, die jetzt ebenfalls voller wirklich, wirklich gut klebender Punkte ist. Ebenso wie meine Hände, meine Hose, mein Teppich und alles andere, was in Reichweite rumlag.. Den Smilie zu (rest)entgittern und den Boden, mich sowie mein Equipment von den Punkten zu befreien hat mich nochmal eine Meeeeengeee Zeit gekostet. Aber gut, Shit happens. Dass das nicht der letzte Shit war war mit natürlich wieder noch nicht klar… Das entgitterte Motiv schnell auf die Pappe geklebt, einige Strasssteinchen auf die Schablone geschüttet und schnell verteilen.. schnell.. Was soll ich euch sagen? Auch das ging natürlich nicht so, wie es sollte. 😀 Nicht mal annähernd. Ich habe die Kreise zwar größer, aber vermutlich ein winziges bisschen zu wenig größer gewält. Die Steinchen ließen sich also nicht einfach so in die Schablone „fegen“, sondern wollten nahezu einzeln in ihre Position eskortiert werden. Das war für mich als hyperaktiven Grobmotoriker eine wirkliche Herausforderung. Gut, die vier, fünf Milchkaffee, die ich mir zwischndrin zur Beruhigung gemacht habe, haben mich natürlich nicht geduldiger und ruhiger werden lassen, aber immerhin haben sie mich davor bewahrt zu eskalieren. Diese Effekt wurde allerdings desöfteren dadurch sabotiert, dass ich mit den Fingern an einer bereits mit Strasssteinen gefüllten Stelle die Steinchen wieder verschoben hatte. Dieser Moment.. *grml* Ich hab trotzdem ganz tapfer Stein für Stein für Stein an ihren Platz gefummelt, manche auch mehrfach.., um dann was festzustellen?
Richtig, dass meine Steine nicht reichen………
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Erst in diesem Moment ist mir aufgefallen wie gemein und schadenfroh mich dieser Smilie angrinst. 😀
Die Lücken rundherum werde ich nachher manuell mit dem Strasskolben füllen, damit der Smilie auf dem fertigen Sweatshirt dann rund wirkt. Vorausgesetzt ich bin vorher nicht eskaliert. 😉

Irgendwie bin ich beruhigt, dass das neue Jahr genauso chaotisch beginnt, wie ich es gewohnt bin. Es wäre ja auch langweilig, wenn es nicht so wäre oder? So bin ich einfach.

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