Zwischen Umbauchaos und Kermit

Während ich gerade „gemütlich“ einen Kaffee trinke (so gemütlich es auf einer vorweihnachtlichen Baustelle eben geht 😉 ) und darauf warte, dass die Makulatur trocknet möchte ich schnell ein Sweatshirt mit euch teilen, welches ich für die Tochter einer Bekannten genäht habe. Als Vorgabe hatte ich neben einem Rest unbeschreiblich grauseligen, bunten, unruhigen Jersey, aus dem ich einige Wochen zuvor eine Mütze für die Kleine genäht hatte sowie die Aussage „kein Rosa, keine Schleifchen“. Knallig sollte er sein, knallig und warm. Geeinigt haben wir uns letztendlich dann auf die Kombination Grauensstoff mit Türkis. Da ich durch diesen Grauensstoff eh schon jegliche Hoffnung aufgegeben hatte einen ruhigen, harmonischen Pulli hinzubekommen wurde ich mal mutig und entschied mich das Ganze noch mit Pink zu kombinieren.
Ich glaube ich habe noch bei keinem meiner genähten Stücken während des Nähens so sehr gezweifelt, wie bei diesem Sweatshirt. Umso größer war meine Überraschung, als mir das fertige Sweatshirt richtig gut gefiel.

Erstmal vor ab: der Pulli ist nicht so schief, wie er aussieht. 😀 Das liegt an den schnellen Fotos zwischen Streichen und Trockenzeit.
Ein spezielles Schnittmuster habe ich hier nicht verwendet. Mittlerweile bin ich schneller im selber Erstellen, als im Schnittmuster rauskramen. Zumindest bei Sweatshirts. So kann ich auch schnell noch etwas verändern bzw habe noch Raum für die Umsetzung spontaner Ideen. Die sind bei mir übrigens die Regel.
Der Kermit-Jersey an sich ist zwar nicht sonderlich dünn, schien mir aber für ein Wintersweatshirt nicht warm genug, weshalb ich die Jerseyakzente auf den türkisen Sweat aufgenäht habe. Das Sweatshirt ist jetzt innen also durchgehen kuschlig angeraut.

Zwischen Jersey und Sweat habe ich aus dem pinken Bünchenstoff noch kleine Akzente gesetzt, ähnlich einer Paspel. Ich finde das macht den Übergang zwischen Grauensstoff und Sweat stimmiger, sanfter. 🙂 Außerdem habe ich so direkt den Jersey mit der Zwillingsnadel noch einmal auf dem Sweat festgesteppt.
Diese Lagenoptik passt meiner Meinung nach bei so wuseligen Stoffen total gut. Das Pink habe ich dann bei den Bündchen wieder aufgegriffen. Wobei ein schönes Grün sicher auch gepasst hätte.
Eigentlich bin ich ja ein bekennder Kapuzenfan, aber unter der Winterjacke ist das bei so kleinen Wirbelwinden doch recht unbequem, deswegen habe ich mich für einen Kragen entschieden. So bleibt auch der kleine Hals warm. Auf Kordeln habe ich aus Sicherheitsgründen wieder verzichtet.

Zum Schluss habe ich noch dieses niedliche Froschlabel aufgenäht. Ich finde den kleinen Kerl soooo putzig und wenn er nicht auf dieses Shirt passt, wo passt er dann?!
Das Zickzack-umme-Ecke nähen (Ja, hier im Sauerland ist „umme Ecke“ völlig korrekt 😉 ) muss ich ganz offensichtlich noch ein bisschen üben.. Außerdem hoffe ich, dass der kleine Kerl mir verzeiht, dass ich zwar seine Pfoten verschont, ihm dafür aber locker flockig durch die Augen genäht habe! Hups.
So, die Makulatur müsste mittlerweile trocken sein und ich widme mich mal wieder dem Renovieren.

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