Rockabilly à la Sternenlicht

Ich hatte im Beitrag „Kleiner Rockstar“ vor kurzem ja schon geschrieben, dass ich derzeit an einem Kleid im 50er Jahre Stil nähe.. Ihr erinnert euch?
Nachdem ich vorhin noch einige letzte Kleinigkeiten geändert und ergänzt habe, ist mein erstes Kleid im 50er Jahre-Stil fertig geworden. Selbstverständlich – wie könnte es auch anders sein? – mit ein bisschen Chaos und Improvisation.
Weil meine Schwester – die das Kleid übrigens heute (!) Abend auf einer Polterhochzeit mit entsprechendem Motto tragen wollte – mir heut morgen eröffnete, dass sie zusätzlich zum Gürtel auch noch ein passendes Haarband bräuchte, bin ich schweren Herzens unter meiner Decke hervorgekrabbelt und habe mich, bewaffnet mit einem Kaffee, an meine Nähmaschine gesetzt. Das Kleid war weitestgehend fertig, es fehlten lediglich noch ein Gürtel(band) für die Taille und eben das Haarband. Schnell genäht dachte ich..
Dann schellte mein Handy. Der bestellte Pettycoat wurde nicht geliefert. Das wiederum ist Samstag Mittag in einer Kleinstadt ohne nennenswerte Geschäfte wirklich wirklich ungünstig.
Na gut, da ich Chaos ja mehr als gewohnt bin und das Kleid ohne Pettycoat irgendwie mehr wie ein Sommerkleid aussieht, haben wir noch schnell Tüll, Gummiband und Satin besorgt.. *räusper* und noch einige weitere Stoffe, die ich nicht liegen lassen konnte O:-) Daraus habe ich dann „schnell“ und vor allem fluchend (Tüll zu kräuseln ist echt ätzend!) einen improvisierten Pettycoat gezaubert. Was soll ich sagen? Umsonst natürlich! Ich war gerade fertig, als die Nachricht kam, dass der Pettycoat doch geliefert wurde – gestern schon! – aber auf der Baustelle untergegangen ist. Na was solls.. 😀
Mir gefällt das Kleid wirklich gut, aber seht selbst:
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Verwendet habe ich ausschließlich Baumwollstoffe. Ich hatte das Oberteil zunächst mit Vlies leicht verstärkt, dies nach der ersten Anprobe aber sofort rückgängig gemacht. Das Ergebnis war viel zu steif und irgendwie unlebendig. Jetzt, also ohne Verstärkung und nicht gedoppelt, wirkt das Oberteil deutlich lebendiger und fließender. Auch wenn es recht eng anliegt.
Die Träger habe ich erst ganz zum Schluß an das Kleid genäht. Wir haben lange überlegt, ob wir sie überhaut dran machen, weil es auch ohne Träger schön aussieht. Letztendlich sind sie dran, aber so, dass man sie nach der Hochzeit wieder entfernen kann. Ich hab mich entschlossen die Träger mit Kamsnaps zu schließen, die ich ebenfalls erst ganz zum Schluss angebracht habe. Einfach damit sie gut sitzen und nicht rutschen. Es gibt allerdings sicher elegantere Lösungen, als meine 😉
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Der Gürtel ist ebenfalls unverstärkt, dafür aber gedoppelt und ringsrum abgesteppt. Er ist nicht am Kleid befestigt. Etwas, dass ich nächstes Mal anders machen würde, um ein Verrutschen zu verhindern.
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Den Rock des Kleides habe ich gesäumt und zusätzlich mit Schrägband eingefasst.
Geschlossen wird das Kleid hinten mit einem Reißverschluss und einem Häkchen.
Ich glaube ich werde auch für mich einige solche Kleidchen für den Sommer nähen – das hat wirklich Spaß gemacht. Vor alleim weil mich das Ergebnis so überzeugt. 🙂

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